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Aussendung der Sternsinger

Treffelstein, den 18.01.2019

Uralt ist der Brauch, dass Sternsinger von Haus zu Haus ziehen und er gehört zur Weihnachtszeit wie Krippe und Christbaum. Doch ist es mehr als nur frommes Brauchtum, denn die Sternsingeraktion, an der sich 500.000 Kinder beteiligen, steht seit vielen Jahren unter dem Motto "Kinder helfen Kindern".
Ein beeindruckendes Bild hat sich den Gläubigen geboten, als am Dienstagabend 54 Jungen und Mädchen mit ihren prächtigen Gewändern als Heilige Drei Könige in die Expositurkirche  Biberbach einzogen sind. Pfarrer Albert Hölzl meinte in seinen einführenden Worten, dass das alljährliche Motto der Sternsinger „Segen bringen, Segen sein, wir gehören zusammen“, passender nicht sein könne. Gemeinsam machten sich junge Menschen auf, um Kindern in der ganzen Welt zu helfen und somit Gottes Botschaft in die Häuser brächten. „Ihr als „kleinen Könige“ engagiert euch mit dieser Aktion, um Kindern in der dritten Welt das Leben etwas leichter zu machen“.
In den nächsten Tagen bekommen viele Menschen dann königlichen Besuch: Die drei Majestäten mit ihrem Sternträger ziehen von Haus zu Haus und bringen die Nachricht von der Geburt des Kindes Jesus in Bethlehem. Sie wünschen Gottes Segen für das neue Jahr. Auf die Haustüren schreiben die Kinder mit Kreide "C+M+B" und die jeweilige Jahreszahl. Die Buchstaben stehen für die Bitte "Christus mansionem benedicat", das heißt "Christus segne dieses Haus". „Es ist schön von euch, dass ihr euch an der Sternsinger-Aktion  beteiligt“, meinte Hölzl.  „Ihr nehmt Strapazen auf euch, trotzt Kälte, Schnee, Wind und Regen. Dafür gebührt euch großer Respekt. Alle 54 Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft gehörten zusammen. Sie bilden eine Gemeinschaft, genauso wie in der Familie, im Verein, in Deutschland, Europa oder sogar weltweit. Der Blick in die Krippe zeige, dass Weihnachten noch nicht vollständig sei. Noch fehlten die Heiligen Drei Könige, die erst am 6. Januar das Fest die Krippenlandschaft komplett machten. „Bis dahin seid auch Ihr unterwegs, um den Menschen die frohe Botschaft zu bringen“. In den Fürbitten erklärten die Sternsinger, dass sie mit der Kreide den Segen des neuen Jahres an die Haustüren schreiben, mit dem Weihrauch den Wohlgeruch, der auf Gott hinweist, in die Häuser und Wohnungen tragen, mit ihren Texten die Freude über die Menschwerdung Gottes erzählten, mit dem Stern, den Menschen ihr Vertrauen auf die liebevolle und zuverlässige Führung Gottes berichten wollten und mit ihnen selbst das junge Gesicht der Kirche, das den Menschen etwas für ihr Leben anbieten will. Am Ende des Gottesdienstes segnete Hölzl Kreide, Weihrauch und die Sternsinger und entsandte sie, um Segen für alle Menschen zu bringen.
Ausgestattet mit genügend Kohlestückchen, Weihrauch, Schiffchen und Kreide, machten sich die Sternsinger gestern  in ihren prächtigen Gewändern bereits um 8.30 Uhr auf den Weg, um den Segen Gottes in die Häuser zu bringen.
 

 

Foto: Sternsinger der Pfarreiengemeinschaft