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Osternacht

Treffelstein, den 24.04.2019

Den Sieg des Lichtes über die Finsternis und den Sieg des Lebens über den Tod – das haben die Gläubigen der Pfarrei Treffelstein am Samstag im Hochfest der Auferstehung Jesu Christi gefeiert.
„Und wieder einmal hat uns Ostern, das wichtigste Fest im Kirchenjahr, unvorbereitet getroffen, obwohl wir 46 Tage lang eingeladen waren, uns darauf vorzubereiten“, stellte Pfarrer Albert Hölzl in der Osternachtsfeier mit einem Schmunzeln fest. Was in der Weihnachtsbotschaft angekündigt worden sei, habe sich am Karsamstag erfüllt. Jesus sei für die Menschen am Kreuz gestorben, um am dritten Tag, aufzuerstehen. Damit   habe er den Menschen das Tor zum ewigen Leben geöffnet.
Für viele Menschen sei Weihnachten leichter begreifbar als Ostern.  Der Ostergarten, der in der Kirche aufgebaut war, solle helfen, die Ereignisse von Ostern zu veranschaulichen – wie die Krippe an Weihnachten.  Das leere Grab stehe dafür, dass es mit dem Tod nicht aus sei, sondern weitergehe. Der Geistliche  appellierte an die Gläubigen, das Osterfest nicht zum „Osterhasenfest“ verkommen zu lassen.
Zu Beginn der Osternachtfeier hörten die Gläubigen in den Lesungen von der Erschaffung der Erde und der Errettung der Israeliten aus der Knechtschaft der Ägypter. Anschließend segnete der Geistliche das Feuer und entzündete daran die Osterkerze.  Durch den Empfang des neuen Lichtes gestärkt,  gedachte Hölzl in der Tauffeier der Taufe und Firmung und rief in Erinnerung, dass man als Gläubiger Mitverantwortung trage, diese Welt aus dem Glauben heraus zu gestalten  „Durch deinen geliebten Sohn steige herab in dieses Wasser die Kraft des Heiligen Geistes, damit alle, die durch die Taufe mit Christus begraben sind in seinen Tod, durch die Taufe mit Christus auferstehen zum ewigen Leben“, sprach Hölzl bei der Taufwasserweihe das Segensgebet und tauchte dabei symbolisch die Osterkerze in das Taufbecken. Nachdem die Gläubigen ihr Taufversprechen erneuert hatten, traten sie vor den Altar und bekreuzigten sich mit dem gesegneten Wasser. Bevor der Geistliche den Schlusssegen erteilte, segnete er die mitgebrachten Speisen. Hölzl dankte dem Kirchenchor und den Ministranten sowie allen, die dazu beigetragen hatten, die „Hochzeit“ im Kirchenjahr würdevoll zu feiern. Am Kirchenausgang gab es am Ende des Gottesdienstes für jeden Kirchenbesucher ein geweihtes Osterei, das als Zeichen für das Leben steht.
 

 

Foto: Osternacht