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Gaudamenschießen

Treffelstein, den 23.03.2018

Fest in Damenhand sind seit Mittwochabend die Schießstände der Drachenfelsschützen. Der Treffelsteiner Verein richtet heuer das Gaudamenschießen des Schützengaus Böhmerwald Waldmünchen aus, zu dem rund 100 Schützinnen erwartet werden. Zugleich findet das Benefizschießen des Oberpfälzer Schützenbunds (OSB) zugunsten krebskranker Kinder statt, das die damalige Landesdamenleiter des OSB, Armella Stelzer,  initiiert hatte.  Heuer findet das Benefizschießen bereits zum fünften Mal statt. Am Mittwochabend fiel der offizielle Startschuss für diese beiden Schießwettbewerbe. Dazu hatte die Damenleiterin des Schützengaus Böhmerwald zahlreiche Ehrengäste ins Vereinslokal der Drachenfelsschützen eingeladen.
Müller erklärte Schießmodus und Ablauf von Gaumeisterschaft und Benefizschießen: Letzteres finde alle vier bis fünf Jahre statt. Beim Benefizpreisschießen des OSB treten Schützendamen des  Oberpfälzer Schützenbunds an die Schießstände, um ihre Besten zu ermitteln und gleichzeitig Gutes zu tun. Denn jedes Mal wird der Erlös dieses Benefizschießens zugunsten krebskranker Kinder gespendet. So kamen im Laufe der Jahre bereits über 25000 Euro zusammen. „Eine hehre Sache, die größten Respekt verdient“, findet Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Er hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung  übernommen, an der sich erfahrungsgemäß rund 100 Damen auf Gauebene und rund 600 OSB-weit beteiligen. Dieses Preisschießen werde in allen 14 Gauen, die im OSB organisiert sind,  veranstaltet. Die Ergebnisse zählen gauintern, werden aber auch zusätzlich an den OSB weitergeleitet, dort gesammelt und ausgewertet. Am 29. September werden dann die OSB-Gesamtsiegerinnen bei einem Ehrenabend im Gasthof Russenbräu in Tiefenbach ausgezeichnet, informierte Müller bei der Eröffnung am Mittwochabend in Treffelstein. „Auf der modernsten Schießanlage im ganzen Schützengau: bei den Treffelsteiner Drachenfelsschützen“, wie Bürgermeister Helmut Heumann  informierte. Die Treffelsteiner Schützen hatten viel Geld in die Hand genommen, um ihre Schießanlage auf den neuesten Stand zu bringen. Deswegen sei Treffelstein als Austragungsort geradezu prädestiniert, meinte Heumann und  eröffnete das Benefizschießen am Mittwochabend zusammen mit Bezirkstagspräsident Franz Löffler, OSB-Vizepräsident Franz Irrgang und weiteren Ehrengästen. Heumann findet es anerkennenswert, dass die Schützendamen nicht nur ihrem Hobby nachgehen, sondern damit gleichzeitig etwas Gutes tun. Für krebskranke Kinder zu spenden, begeistere ihn.  Auch  Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler zog seinen Hut vor diesem hehren Ansinnen. Zugleich warf Löffler die Frage auf, ob der Schießsport heute überhaupt noch zeitgemäß sei. „Ja“, meint der Landrat und erklärte warum.  Für ihn sei der Schießsport gleichbedeutend mit Tradition und Heimat. „Und in diesem Falle dient das auch noch einem guten Zweck“, lobte Löffler. Das Schützenwesen sei fest mit der bayerischen Heimat und mit Werten wie Kameradschaft verbunden.
Zweiter Gauschützenmeister Bernhard Ruhland dankte Gauschützenmeisterin Christine Müller für die Organisation des Gaudamenschießens in Verbindung mit dem Benefizschießen, ebenso ihrer Stellvertreterin Irma Zilk. Es sei keine Selbstverständlichkeit, „dass man im Gau so gut zusammenarbeitet“. Dass Landrat Löffler die Schirmherrschaft übernommen habe, sieht Ruhland als gute Möglichkeit den Schießsport als das darzustellen, was er ist: ein Sport, der Konzentration, Ehrgeiz und Disziplin erfordert. Bevor Gaudamenleiterin Christine Müller die Schießstände für das Gaudamen- mit Benefizschießen offiziell freigab, dankte sie den Drachenfelsschützen für die Überlassung der Schießanlage. Sie wünscht sich faire und unfallfreie Wettkämpfe.
Damit auch die Ehrengäste einmal ihr schießsportliches Können unter Beweis stellen können, hat sich die Gaudamenleiterin ein kleines Preisschießen zur Eröffnung überlegt: zehn Schuss aufgelegt auf Ring-Plattl-Wertung.  Das heißt: Bei zehn Schuss geht man vom maximalen Ergebnis von 100 Ringen aus. Die geschossenen Ringe werden abgezogen und das beste Blattl wird dazugezählt. Der Schütze mit der geringsten Summe gewinnt. Und das war in diesem Fall Treffelsteins Bürgermeister Helmut Heumann. Auf Platz zwei kam zweiter Gauschützenmeister Bernhard Ruhland, auf Platz drei Gabriele Weinzierl, Damenleiterin des Schützengaus Cham. Die weitern Platzierungen: 4. Franz Irrgang, OSB-Vizepräsident, 5. Roswitha Schmidberger, Damenleiterin Gau Furth im Wald, 6. Alfred Müller, Schützenmeister Drachenfels Treffelstein.
Schießzeiten
Heute, Freitag, von 17 bis 21 Uhr Schießbetrieb. Morgen, Samstag,   15 Uhr Preisverteilung  im Vereinslokal der Drachenfelsschützen. Es gibt   Kaffee und Kuchen. 
 

 

Foto: Die Ehrengäste eröffneten das fünfte OSB-Benefizschießen zugunsten krebskranker Kinder