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Frauenbund Jubiläum

Treffelstein, den 04.07.2018

Sie binden Palmbuschen, feiern gemeinsam Fasching, unternehmen Wallfahrten, bilden sich bei Vorträgen fort und laden im Advent zu Hutschaabenden ein: Mit vielen Veranstaltungen und Aktionen bereichern die Mitglieder des Katholischen Frauenbunds das religiöse und gesellschaftliche Leben in Treffelstein. Und das seit 60 Jahren.
Dieses Jubiläum hat der KDFB am vergangenen Sonntag zusammen mit seinen Mitgliedern und Ehrengästen  gefeiert: mit einem Festgottesdienst und einem Festakt im Pfarrheim, bei dem langjährige Mitglieder geehrt wurden. Sie bekamen Blumen, Urkunden und Anstecknadeln. Drei Frauen, die dem KDFB schon seit seinem Bestehen die Treue halten, sind Rosa Liegl und Anna Liegl. Sie wurden als Gründungsmitglieder für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt, ebenso wie Rosa Babl, die noch im selben Jahr dem Frauenbund beigetreten war.
In einem Kirchenzug zogen die Frauenbundmitglieder – angeführt vom Vorstandsteam – zum Gotteshaus, wo Pfarrer der Geistliche Beirat Pfarrer Albert Hölzl in Konzelebration mit Pater Dr. Jakob Seitz, Geistlicher Diözesanbeirat, den Festgottesdienst hielt. Pfarrer Hölzl sagte, dass der Frauenbund trotz seiner 60 Jahre ein junger, moderner und ein für Frauen jeden Alters attraktiver Verein sei. Im Laufe der vergangenen sechs Jahrzehnte hätten viele Frauen – in der Vorstandschaft oder als Mitglieder – den KDFB und damit das Leben in der Pfarrei mitgestaltet. Dafür dankte Hölzl all jenen, die sich in den Frauenbund eingebracht haben und einbringen.
Nach dem Gottesdienst marschierte der Jubelverein ins Pfarrheim, wo die Mitglieder gemeinsam zu Mittag aßen. Es folgten Festansprachen, ein Rückblick auf 60 Jahre Frauenbund und Ehrungen.
Das Vorstandsteam – Renate Heumann, Renate Liegl und Silvia Spichtinger – erinnerten an die Gründung des Treffelsteiner Zweigvereins am 24. März 1958. Dies sei eine mutige Entscheidung der 58 Gründungsmitglieder gewesen. Immerhin war der Treffelsteiner Zweigverein erst der vierte Frauenbund im Bezirk Cham. Ziel war es von Anfang an,  Bildungs- und Lebensbedingungen für Frauen zu verbessern. Silvia Spichtinger las dazu das Protokoll der Gründungsversammlung vor. Um den neu gegründeten Verein mit Leben zu erfüllen, ließen sich die Vorstände über die Jahre hinweg zahlreiche Aktivitäten einfallen: Vorträge, Wallfahrten und vieles mehr. Fest zum Jahresprogramm gehören die Faschingskranzl, die es seit dem Jahr 1962 gibt. So manches Frauenbundmitglied habe sich dabei als grandiose Theaterspielerin entpuppt. Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Karl Fischer hatte einmal gesagt: „Ich hätte nie gedacht, dass die Frauen aus Treffelstein so lustig sein können.“ Es habe aber auch Zeiten gegeben, in denen es beim Frauenbund nicht so gut gelaufen sei; Mitglieder traten aus, Neuzugänge gab es keine. Dies sei aber kein Grund zum Aufgeben gewesen. Mit viel Geduld und neuen Ideen konnte man wieder Frauen für den Verbund begeistern und mit neuen Ideen das Vereinsleben ankurbeln. Beim 20-jährigen Bestehen des KDFB wurde die Vereinsfahne gesegnet – ein weitere Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Die meisten Mitglieder zählte der Ortsverein im Jahr 1981: 162 Frauen gehörten dem KDFB Treffelstein an; heute sind es rund 100. Das Vorstandsteam ist sich sicher, dass es in Treffelstein immer Frauen geben wird, die Verantwortung übernehmen und das Pfarrleben aktiv mitgestalten wollen. Deswegen ist ihm um den Fortbestand des Ortsvereins auch nicht bange.
Den Reigen der Grußworte eröffnete Pater Dr. Jakob Seitz. Er hob die vielfältigen Aktivitäten des Treffelsteiner Frauenbunds hervor. Wichtige Aufgaben des Vereins seien die Vernetzung von Frauen unterschiedlichen Alters, die Anliegen von Frauen in Gesellschaft und Kirche zu vertreten, soziales und karitatives Engagement sowie Traditions- und Brauchtumspflege. Der Frauenbund habe sowohl einen religiösen als auch einen politischen Auftrag. Zusammen mit den anderen Ortsvereinen bilde der Treffelsteiner KDFB ein großes Netzwerk. „Danke, dass Sie seit 60 Jahren dieses Netz mitknüpfen“, sagte Seitz. Stellvertretend für die Diözesanvorstandschaft dankte er dafür dem Vorstandsteam und überreichte ein Geldpräsent. An seinem Ehrentag überreichte der Frauenbund wiederrum eine Geldspende an Seitz für den Fond „Frauen helfen Frauen in Not“.
Bezirksvorsitzende Jolande Rappert meinte: „Ohne Frauenbund wäre vieles anders. Wichtig sei es, dass es Frauen gibt, die auch in unserer Zeit bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Sich gegenseitig stärken und stützen, tue gut. Es sei zudem ein christlicher Auftrag aufeinander zuzugehen, betonte sie. Rappert hob auch die Arbeit im Ehrenamt und die zahlreichen Bildungsangebote auf sozialer, karitativer, religiöser und politischer Ebene hervor. Die Bezirksvorsitzende wünscht sich, dass sich Frauen jeden Alters im Frauenbund wohlfühlen.
Geistlicher Beirat Pfarrer Albert Hölzl sagte, dass sich Menschen angesprochen fühlen müssen, um sich einzubringen. Der KDFB Treffelstein verstehe es seit 60 Jahren sehr gut, Frauen für die gemeinsame Sache zu gewinnen. So habe sich seit der Gründung im Jahr 1958 eine solide Gemeinschaft entwickelt, die auch in Zukunft Bestand haben werde. Bürgermeister Helmut Heumann lobte die gute, überzeugende und vertrauensvolle Arbeit, die der Treffelsteiner KDFB-Zweigverein leiste. „Der Frauenbund ist Motor und Triebfeder des Pfarrlebens“, sagte er.
Der Frauenbund Treffelstein leistet gute und überzeugende Arbeit, dessen ist sich Bürgermeister Helmut Heumann sicher. Seit 60 Jahren ist der Frauenbund eine Triebfeder nicht nur im kirchlichen, sondern auch gemeindlichen Leben.  Der Frauenbund sei ein Bund, den man eingehe und mit nicht nur ein Verein, dem man beitrete. Für die Zukunft wünschte er sich, dass die Frauen in ihrer Arbeit Unterstützung finden.

Ehrungen
25 Jahre: Ernestine Mosch, Rosa Schneider, Berta Dietl, Renate Heumann, Silvia Spichtinger.
30 Jahre: Maria Böller, Marianne Bindl, Christa Bucher, Gislinde Krolikowski, Christine Wallner, Hilde Winter, Agnes Paulus, Rosa Stigler, Rita Bindl, Waltraud Dietl, Irmgard Hofmann, Gisela Killermann, Maria Liegl, Mina Schottenheim, Maria Schwarz, Gerlinde Wallner.
35 Jahre: Anna Bock, Frieda Dirscherl, Maria Dorr, Maria Ederer, Veronika Ederer, Hannelore Frech, Inge Guldan, Gerlinde Häusler, Therese Hutter, Anna Krapfl, Elisabeth Liegl, Edeltraud Lodisch, Renate Maier, Hildegard Plach, Marianne Preißer, Frieda Schwarzfischer, Waltraud Simon, Franziska Spichtinger, Hildegard Emmer, Rosi Wallner.
40 Jahre: Heidi Bindl, Lieselotte Bindl, Maria Hutter, Auguste Meier, Dora Emmer, Erika Liegl, Monika Precht, Klara Wutz, Maria Babl.50 Jahre: Edith Dirscherl, Margarete Betz, Johanna Stocker. 60 Jahre: Rosa Babl, Rosa Liegl und Anna Liegl (beide Gründungsmitglieder).

 

Foto: Jubiläumsgottesdienst

Fotoserien zu der Meldung


FrauenbundJubiläum (04.07.2018)

Hier einige Fotos der Jubiläumsveranstaltung